März




Frühling und Alter
 
Ich schau´ nach vorn.
Dort winkt mir stumm mein Alter.
Doch seh´ ich Wiesen voller Blumen blüh´n.
Ich tanze froh
mit einem bunten Falter.
Denn tief in mir fühl´ ich das Leben glüh´n.
 
Ich schau zurück,
bin dankbar für mein Leben,
für diese Fülle, die gewesen ist.
Ich atme durch,
will weiter vorwärts streben,
  mich freuen auch an meiner Altersfrist.
 
Ich fühl´ beglückt,
wie sich die Bäume wiegen
und frisches Grün den Winterwald verhüllt,
wie Freuden
plötzlich über Nöte siegen
und neues Leben meine alte Welt erfüllt.
 
28.3.2018
 
Dieses Gedicht widme ich Peter Wuttge und seiner Frau.
Danke für Ihre vielschichtigen Talente, Ihr unglaubliches Engagement
und Ihre warme Menschlichkeit!





 
Erwachen
 
Der Wald erwacht.
Die Vögel zwitschern wieder.
Nach langer Nacht
dehn´ ich die müden Glieder.
 
Ein Hauch von Grün
liegt träumend in der Sonne.
Gedanken ziehn
zu Zeiten voller Wonne.
 
Wie still es ist!
Doch fühl´ ich leises Beben.
Der Frühling sprießt
und füllt uns neu mit Leben.
 
25.3.2018


 

 

 

 

 Frühling
 
Der Frühling zieht nun ein ins Herz.
Zwar gibt es Kummer, gibt es Schmerz.
Doch ist die Welt auch wunderschön.
Man muss das Schöne nur auch sehn.
 
Der Wald wird langsam wieder grün
und erste Blümchen wieder blühn.
Die Vögel zwitschern schon wie toll.
Noch ist mein Glas statt leer halb voll.
 
Zwar gibt´s noch dieses “Ich-nur-ich!”
und gleichgültiges “Kümmert´s-Mich?”
Noch gibt es Menschen, die nicht gut,
Verhalten, das mich bringt in Wut.
 
Wir sind halt alle nicht perfekt
und vieles mich zutiefst erschreckt.
Wie oft ist Angst der Hauptmotor
für das, was tief geht in mir vor.
 
Doch jetzt ist Frühling und die Zeit,
mich zu erneuern: Herz werd´ weit!
Das Leben ist auch jetzt noch schön.
Lass uns voll Freude vorwärts gehn.
 
19.3.2017

 

 

 

 

 

Und doch
 
Wenn auch des Lebens Farben nun verblassen
und müde mich dem Alter überlassen,
so trag´ ich doch durch alle Lebensschmerzen
die junge Frau von einst in meinem Herzen.
 
25.3.2016
 (Neue Version der Maigedichte “Und doch”)

 

 

 

 

 

Karfreitag
 
Karfreitag im Wald:
Eisregen und kalt.
Versinkt auch die Welt,
mich eines doch hält:
Ich bin nicht allein
und werd´ es nie sein.
Ich spüre die Lieben,
die bei mir geblieben -
wenn auch entrissen.
Sanft trägt mich das Wissen:
Das Leben webt weiter,
umfängt uns einst heiter.
Karfreitag – kein Ende,
stattdessen die Wende
zu Hoffnung und Mut.
Selbst Schmerzen sind gut.
 
25.3.2016

 

 

 

Mein Frühling
 
Stumm schlurfend durchstreif ich
den noch kahlen Wald.
Es raschelt mein Schritt.
Die Blätter sind alt.
 
Den Fuß setz ich achtsam
und schone die Reste.
Auch äug ich nach Frischem.
Denn jetzt kommt das Beste.
 
Da! Erste Blättchen,
zwitschernde Lieder!
Mein Wald in der Sonne -
Das Leben kehrt wieder.
 
30.3.14
 
 

 

 

 

 

Mein Tag im März

 

Dies ist mein Tag,

wenn erste Vögel singen

und neues Zwitschern alten Wald erfüllt,

wenn Meisen frisch

wie Silberglöckchen klingen

und Frühlingslicht

den dumpfen Sinn umhüllt.

 

Dies ist mein Tag,

wenn frische Winde blasen

und fröstelnd ich nach Frühlingszeichen schau,

wenn auf dem Feld

die Hasen trommelnd rasen

und erstes Grün

verdrängt das Einheitsgrau.

 

Dies ist mein Tag,

wenn gute Worte dringen

mit dunklem Lachen tief ins Herz hinein,

wenn nun im Wald

die Vögel wieder singen

und frischer Mut

erblüht im Sonnenschein.

 

 

26.2.14