Meine neuen Gedichte

 



Wie kann das sein?
 
Da ist die Stille,
  dieser Friede, der beglückt.
Und doch ist da auch noch der Wille
nach deinem Anruf. Bin ver-rückt.
 
Dass so viel Gleichklang
plötzlich da ist,
Gespräche ständig endlos sind,
dass ich ganz bang
mich frag´, ob´s wahr ist,
wann wohl dies Glück verweht im Wind.
 
Mein Alter schützt mich
vor Verliebtsein.
Doch springt mein Herz tief innen an.
Es tanzt und sieht dich
als den Menschen, der mir vertrauter Freund sein kann.
 
20.7.2018





Wieder bei mir


Wieder gelandet,

wieder bei mir.

Mein Herz war gestrandet.

Es ist wieder hier.


Es gibt nicht die Nähe,

nach der ich gegiert.

Denn das, was ich säe,

nur Kopf-Saat gebiert.


Die Mühen des Geistes

sind trotzdem Gold wert.

Doch in mir zerreißt es

den Gleichklang, der nährt.


Für mich gilt als Wahrheit:

Das Herz nur sieht klar.

Rein sachliche Klarheit

ist gut. Doch auch wahr?


16.7.2018


 

 

Trost

 

Sanft tauche ich ein

in des Waldes Stille.

Ich lausche den Bäumen,

erspüre die Fülle,

begrüße die Blaubeern

am Wegesrand

und knüpfe zum Urgrund

des Lebens ein Band.

 

Menschen sind unruhig.

Sie sind stets aktiv.

Sie suchen und ordnen.

Doch läuft etwas schief.

Sie reden von sich

und was sie antreibt,

vergessen dabei,

wo der andere bleibt.

 

Ich fühle mich leer,

bin wie ausgepumpt.

Will ich zu viel?

Bin plötzlich verstummt.

Nun atme ich tief.

Das Herz in mir tost.

Doch dann schlägt es ruhig.

Der Wald ist mein Trost.

 

8.7.2018

 

 

 

Fast schon Freunde

 

Zwei Menschen, die sich länger kennen,

berühren mit der Seele sich.

Sie könnten sich schon Freunde nennen.

Das Leben ist so hell und licht.

 

Sie warten täglich auf die Nähe,

die sie per Telefon beglückt.

Es ist, als ob man sich auch sähe,

so nahe sind die Zwei gerückt.

 

Doch schmerzt in einem Herz ein Stich:

Der andre redet nur von sich.

  

6.7.2018

 

 

 

 

 

Kopf hoch

 

Packt dich des Lebens Faust am Kragen

und beutelt dich aus purem Frust,

kannst du mit Mut ein Neues wagen.

Verliere nie die Lebenslust.

 

Sommertage sind oft hitzig.

Nicht jeder ist auf Frieden aus.

Trag´s mit Humor. Sieh es doch witzig.

Schmeiß Ärger aus der Seele raus.

 

Achte lieber auf dein Gutes.

Die Welt hat immer Freud und Leid.

Kopf hoch – und bleibe guten Mutes.

Dein Blick ist klar und trägt dich weit.

  

1.7.2018

 

 

 

 

Heilsame Stille

 

Stille ist hörbar,

wenn Herzen, die offen,

im eigenen Klopfen

den Lebenstakt hörn.

Stille ist hörbar,

wenn herrliche Blüten

mit Schönheit und Anmut

die Seele betörn.

 

Stille ist hörbar,

wenn Bäume leis rauschen

und endlich die Seele

zu baumeln anfängt,

wenn heiterer Frieden

im Herz sich ausbreitet

und jeden Gedanken

zum Guten hin lenkt.

  

 

30.6.2018

 

 

 

Sommerwonne

 

Der Sommer platzt

aus allen grünen Nähten.

Zeit, das zu tun,

was wir gern immer täten:

 

Ich sinke ein

in endlos grüne Weiten

im Sonnenschein,

genieße Urlaubszeiten.

 

Die Wiese blüht.

Ein Heupferd hüpft in Sprüngen

durchs Blumenmeer.

Wie froh die Vögel singen.

 

Der Wald steht prall

und strotzt vor lauter Leben.

Ich atme tief.

Was kann es Schönres geben?

 

Ich räkle mich

im Glück der Sommersonne,

versinke tief

in lauter Lust und Wonne.

 

 26.6.2018

 

 




Glücklicher Sommer
 
Ich kann es nicht fassen,
was für ein Jahr!
Ein glücklicher Sommer,
wie keiner noch war!
 
Wärme umfängt mich
im sattgrünen Wald.
Und Freundschaft und Güte
geben mir Halt.
 
Die Sorgen des Lebens
drücken nicht mehr.
Was vorher so schwer war,
ist lang genug her.
 
Nun bin ich so alt
und fasse es nicht:
Mein jetziges Leben
strahlt plötzlich vor Licht.
 
Ich nutze den Tag
in Freiheit und Freude.
Wie schön ist mein Alter -
und heute ist heute.
 
5.6.2018






Die Liebe lebt
 
Wenn einsam der Abend sich neigt,
verlassen ein Sternlein sich zeigt
und alles ganz still ist und schweigt,
wenn Abschied ins Dunkel gewebt
und traurig mein Herz zu dir strebt,
strahlt doch noch die Liebe. Sie lebt.
 
30.4.2018